Über uns

Projekt M ist kein Parteiaufbauprojekt. Wir sind ein Netzwerk, das den Austausch zwischen Gleichgesinnten ermöglicht, quer zu bestehenden Organisationen oder Gruppen: Gemeinsames Lernen aus der praktischen Arbeit, gemeinsames Lernen aus Analysen und Kritik. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dies neue Perspektiven eröffnet.

Wir glauben, dass es jetzt darauf ankommt einen neuen gesellschaftlichen Block, ein Bündnis aus der buntscheckigen ArbeiterInnenklasse und kleinbürgerlichen Schichten aufzubauen. Wir nennen das ein populares Bündnis, oder schlicht: das mögliche Volk der Linken, dessen treibende und führende Kraft die arbeitende Klasse sein muss Es entsteht im Kampf, in alltäglichen Auseinandersetzungen und in großen Mobilisierungen – für bessere Löhne, gegen die Zerstörung der Umwelt, gegen rassistische Diskriminierung, für sexuelle Selbstbestimmung, für bezahlbaren Wohnraum oder kostenlosen Nahverkehr.

Möglich ist dies nur, wenn wir voneinander lernen, wie wir unsere Interessen im Betrieb, in der Schule, in der Nachbarschaft und in der Universität organisieren und durchsetzen können. Gegenmacht entsteht im Kleinen und ermöglicht das Große. Wir nennen das transformatives, radikales oder auch revolutionäres Organizing. Wir wissen, dass es an vielen Orten erprobt wird. Wir meinen aber, dass wir mehr davon brauchen – und wir dabei miteinander lernen sollten.

Nur das Volk der Linken, nur ein neues gesellschaftliches Bündnis, wird in der Lage zu sein im Heute bereits für ein besseres Leben zu kämpfen, um zugleich den Weg in eine Gesellschaft zu öffnen, in der es keine Ausbeutung des Menschen durch den Menschen mehr gibt, in der wir unsere Geschichte selbst schreiben, von unten nach oben unsere Geschicke lenken. Das nennen wir Volksmacht, neue demokratische Einrichtungen von unten, durch die in Unternehmen und Stadtteilen, lokal und regional, direkt regiert wird. Sie wird aus Kämpfen und Bewegungen entstehen, so wie es in der Vergangenheit bereits in Form von Räten, Experimenten mit der Arbeiterselbstverwaltung oder dezentralen Formen der Bauerndemokratie geschah.

Diese Volksmacht bricht mit der Macht des Kapitals und des kapitalistischen Staates, ist die Macht der Vielen, der 99% – der ArbeiterInnenklasse und des Kleinbürgertums gegen die Herrschaft einer kapitalistischen Minderheit.